ETCS-Schulung

Zusatzmodul für das
europäische Zugsicherungssystem

ETCS – der zukünftige europäische Standard

Die gängigen Signale an den Gleisen könnten bald der Vergangenheit angehören. Bis 2030 soll der Großteil der Hauptstrecken auf das European Train Control System (kurz ETCS) inklusive digitaler Stellwerke ausgerüstet werden. ETCS ist ein europäisches Leit- und Sicherungssystem, das entwickelt wurde, um die bisher in Europa bestehenden über 20 Zugsicherungssysteme schrittweise abzulösen.

Die Umrüstung auf ETCS ermöglicht das Fahren ohne Haupt- und Vorsignale. Die Zugfahrt ist anzeigegeführt, die Geschwindigkeit sowie der Fahrtverlauf werden durch ein GSM-R (Global System of Mobile Communications – Rail) im Führerhaus überwacht und beeinflusst.

Durch den einheitlichen Standard wird nicht nur die Sicherheit der Züge und Strecken erhöht, sondern auch der grenzüberschreitende Eisenbahnverkehr vereinfacht und beschleunigt. Dank einer ausgereiften Sicherungstechnik sind Geschwindigkeiten bis zu 300 Stundenkilometern möglich. Außerdem soll das gemeinsame Zugbeeinflussungssystem in Zukunft aufwendige Lokwechsel ersparen.

Wie funktioniert ETCS?

Die Züge werden über die ETCS-Streckenzentralen, auch Radio Block Center (RBC) genannt, überwacht. Sie erteilen automatische Fahrtfreigaben. Hierfür werden die Positionsdaten des Zuges direkt per Funk (Global System for Communications – Rail = GSM-R) an die ETCS-Streckenzentrale übermittelt. Die notwendigen Daten werden mithilfe der sogenannten Balisen auf der Strecke ermittelt. Sie befinden sich zwischen den Schienen auf den Schwellen und senden die Position an den Bordcomputer. Auf Basis dieser Daten erhält der Zug den Fahrbefehl.

ETCS gleich autonomes Fahren?

Die Einführung des ETCS heißt jedoch nicht, dass der Zug autonom fährt! Trotz zunehmenden technischen Fortschritts trägt der Triebfahrzeugführer immer noch die Hauptverantwortung für den Zug. Sollte das System ausfallen oder eine Störung aufzeigen, muss er schnell reagieren und den Zug gegebenenfalls selber steuern. Lokführer sind also immer noch unentbehrlich für den Eisenbahnverkehr.

Um auf den Regelstrecken mit ETCS fahren zu können, benötigen die Triebfahrzeugführer eine spezielle ETCS-Schulung. Das Zusatzmodul ETCS kann bei dispo-Tf Campus am Standort Hamburg erworben werden.

ETCS-Zusatzmodul: An wen richtet sich der Lehrgang?

Der ETCS-Lehrgang richtet sich an fertige Lokführer, die sich weiterbilden möchten. Sie werden in der neusten Technik des Eisenbahnverkehrs geschult.

Wir bilden im Auftrag für Eisenbahnverkehrswesen aus. Anfragen bitte an hamburg@dispo-tf.de.

ETCS-Lehrgangsinhalte: Was wird geschult?

In unserem ETCS-Lehrgang erwerben die Teilnehmenden Kenntnisse in der neusten Technik des Eisenbahnverkehrs. Der Unterricht unterteilt sich in Theorie und Praxis. Die praktischen Fahrten finden auf unserem Zusi-Bahnsimulator statt. Dieser wurde extra mit ETCS aufgerüstet.

Im Lehrgang werden sowohl ETCS Level 1 (kurz: L1) und Level 2 (L2) gelehrt. Der Fokus liegt vor allem auf der Schulung von ETCS Level 2. Das funkbasierte Signal- und Zugsicherungssystem ETCS L2 sendet in regelmäßigen Abständen Fahrt- und Streckendaten an die Streckenzentrale (Radio Block Center RBC) und ermöglicht dadurch Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h.

Die ETCS-Schulung ist grundsätzlich auch in anderen europäischen gültig, der Fokus des Lehrgangs liegt aber auf dem in Deutschland realisierten System. Außerhalb Deutschlands kann es zu Abweichungen kommen, daher bedarf ich Zusatzschulungen für das jeweilige Land. Die ETCS-Schulung wird in deutscher Sprache durchgeführt.

Vorteile der ETCS-Schulung bei dispo-Tf Campus

Dauer der ETCS-Schulung

Die ETCS-Schulung bei dispo-Tf Campus dauert 7 Tage.

Kosten für den ETCS-Lehrgang

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